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19.04.2021 Vorschlag eingereicht
20.04.2021 Zur Prüfung weitergeleitet an das Straßen- und Grünflächenamt
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Zur Zeit keine Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Alt-Lichtenberg Umwelt & Natur

Hundezonen in Grünflächen

CB
19.04.2021
3
2021-1-57

Im Bereich Alt-Lichtenberg fehlt es leider an Möglichkeiten, Hunde unangeleint in einem eingezäunten Areal (miteinander) spielen zu lassen.
Dabei entscheiden sich Berliner und Berlinerinnen sehr häufig für einen Hund als Haustier. Vor allem im letzten (Pandemie)Jahr ging der Trend berlinweit erneut nach oben. Aktuell sind laut Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz 8.047 Hunde allein in Lichtenberg gemeldet.
Dies bedeutet, dass dem Lichtenberger Haushalt jährlich mindestens knapp 1 Million Euro durch Hundebesitzer*innen zur Verfügung stehen, welche auch zweckentsprechend genutzt werden sollten.

Seit längerem verfolge ich die politische Debatte über Hundeauslaufflächen und musste bisher leider feststellen, dass man sich in der Regel gegen Hundezonen entschied.
Obwohl sich eine solche Zone gerade innerhalb des Stadtparks Lichtenberg (um ein konkretes Beispiel zu nennen) gut hätte umsetzen lassen.
Es gibt genügend Zonen innerhalb von Parks, die so gelegen sind, dass Anwohner*innen nicht gestört werden würden.
Auch muss nicht immer von einem tennisplatzgroßen Areal die Rede sein. Selbst viel kleinere Areale erfüllen ihren Zweck. Denn es geht vor allem darum, am Ende eines Spaziergangs, den Hund auch einmal für ein paar Minuten unangeleint mit Artgenossen spielen zu lassen.
Aus anderen Städten kenne ich es, dass mit geringem Bauaufwand kleinere Bereiche innerhalb von Grünflächen eingezäunt und als Hundezone deklariert werden - vgl. Stadt Wien.

So eine pragmatische Lösung wünsche ich mir auch vom Bezirk Lichtenberg!

Dies hätte zudem zur Folge, dass das Zusammenleben von Hundebesitzer*innen und Personen, die keine Hunde besitzen und es nicht gern sehen, wenn Hunde unangeleint herumlaufen, kontrollierter vonstattengehen würde.
Denn solange es keine Auslaufmöglichkeiten für Hunde gibt, wundert es mich auch nicht, dass Hundebesitzer*innen ihre Haustiere auch mal an unzulässigen Orten unangeleint laufen lassen, da eine artgerechte Tierhaltung auch den unangeleinten Auslauf für Hunde vorsieht.

Ich schlage deshalb vor, dass mit einem minimalen Kosten- und Bauaufwand kleine bis mittelgroße Hundezonen in den u.a. folgenden Grünflächen eingerichtet werden:

- Rathauspark
- Stadtpark Lichtenberg (erneute Prüfung im Bereich nahe des Grillplatzes, bei der S-Bahntrasse)
- Alter Friedhof Gotlindestraße
- Freiaplatz
- Grünfläche zwischen Ruschestraße, Hoenerweg, Rudolf-Reusch-Straße und Bleckmannweg

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Straßen- und Grünflächenamt
 
Information des Fachamtes (27.08.2021):
Grundsätzlich hat der Bezirk die Möglichkeit einen Teil der Anlage als Hundeauslaufgebiet festzulegen, denn gem. § 6 IV GrünanlG kann die Bezirksverwaltung für Anlagen oder Anlagenteile Beschränkungen auf bestimmte Benutzungsarten und Öffnungszeiten festlegen und durch Gebote und Verbote regeln.
 
Das Straßen- und Grünflächenamt muss dabei aber immer die unterschiedlichen Nutzungsansprüche abwägen und den Gesundheits- und Umweltschutz mit einbeziehen. Es ist davon auszugehen, dass eine erhöhte Lärmbelästigung (Hundegebell, Kommandos, usw.) mit der Nutzung einhergeht und sich dadurch Anwohner und andere Besucher der Grünanlage gestört fühlen. Es gilt dabei immer abzuwägen, wie verträglich die unterschiedlichen Nutzungen sind.
 
Teilflächen einer Grünanlage werden nur dort als Hundeauslaufgebiete festgelegt, wenn genügend Platz vorhanden ist, so dass die verschiedenen Nutzergruppen die Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen. In großen Anlagen, wie dem Tempelhofer Feld oder dem Volkspark Hasenheide ist dies problemlos möglich, in kleineren Parks aber eher nicht.
 
Von den vorgeschlagenen öffentlichen Grünanlagen für Hundeauslaufgebiete käme auf Grund der Größe und Aufteilung nur der Stadtpark in Frage. Dort wäre es grundsätzlich möglich, einen Teil der Fläche als Hundeauslaufgebiet zu kennzeichnen, den alle Hundebesitzer nutzen können. Für andere Parkbesucher bliebe eine ausreichend große Fläche zur Erholung erhalten.
 
Das Bezirksamt hat auch negative Erfahrungen mit der Ausweisung von Hundeauslaufgebieten machen müssen. So wurde im Fennpfuhlpark ein Teil der Grünanlage eingezäunt und als Hundeauslaufgebiet gekennzeichnet. Es folgten Beschwerden der Anwohner und schließlich ein Verwaltungsrechtsstreit, der noch nicht entschieden ist. Daher wird das Straßen- und Grünflächenamt die Entscheidung in diesem Fall zunächst abwarten und als Vorgabe für den weiteren Umgang mit diesem Thema in ganz Lichtenberg betrachten.
 
Zur ergänzenden Information:
 
Es gibt zwei Hundeauslaufplätze in Lichtenberg, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen:
 
• Hundeauslaufplatz Zu den Krugwiesen 10 / Seehausener Str.
Mit dem Verein Hundefreunde Krugwiesen e.V wurde zur Nutzung der Fläche ein Vertrag geschlossen, mit dem der Verein die Pflege der Anlage übernimmt.
• Hundefreilaufgebiet Berlin-Lichtenberg – Dolgenseestr. / Hönower Weg
Die Anlage wird durch den Verein Free Dogs Berlin e.V. betreut.
 
 
Hinzu kommen Hundesportplätze:
 
• Hundesportplatz Wartenberger Straße
Pinscher-Schnauzer-Klub 1985 e.V.
• Hundesportplatz Arnimstraße
MV Berolina

 
Kommentare

weitere Möglichkeit:
Südliche des Loeperplatzes (zwischen den Fahrbahnen der Möllendorffstraße) gibt es eine Grünfläche, die aufgrund ihrer Lage kaum von Anwohner*innen genutzt wird. Hier könnte man durch die Errichtung eines hohen Zaunes eine Auslaufzone schaffen. Ein Vorteil wäre, dass Anwohner*innen kaum durch Geräusche gestört würden, da die Straße aufgrund ihres Verkehrsaufkommens sowieso einen hohen Lärmpegel aufweist.

CB
12.05.2021

Buchberger Straße/Schulze-Boysen-Straße ist auch solche eine Fläche. Das würde zugleich den wilden Parkplatz dort beseitigen. Für welchen der Fußgängerübergang als Zufahrt genutzt wird.

Volker Liebscher
18.05.2021

Sehr geehrtes Fachamt,
keines der von Ihnen genannten Areale befindet sich im Bereich Alt-Lichtenberg.
Berufstätige Menschen haben oft nicht die Möglichkeit, unter der Woche lange Anfahrtswege einzurichten, weshalb ein flächendeckendes Angebot mit kurzen Anfahrtswegen geschaffen werden sollte.

Wie Sie selbst beschreiben, ist dies in Grünanlagen grundsätzlich möglich, und es wird so auch in anderen Bezirken gehandhabt.
Auffällig ist jedoch, dass obwohl Lichtenberg über außergewöhnlich viele Grünanlagen verfügt, man sich bisher nicht an diese "ran getraut" hat. Somit muss man der Bezirksregierung/-verwaltung leider unterstellen, dass es schlichtweg am Willen fehlt, in diesem Bereich etwas voranzubringen.

Ähnliche Anfragen für eine Freilauffläche im Landschaftspark Herzberge wurden auch abgelehnt, obwohl dort alle von Ihnen genannten Einschränkungen hinfällig wären (Störung von Anwohner*innen, nicht ausreichende Fläche).
Gern können Sie deshalb insbesondere den Landschaftspark Herzberge zur erneuten Prüfung auf Ihre Liste setzen.
Hier stellt sich mir sowieso seit längerem die Frage, wieso man 50 Hektar Grünfläche nur unweit des Rings für die Beweidung von 50 Schafen zur Verfügung stellt, und somit das Areal in weiten Teilen für die Bevölkerung nicht nutzbar ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Weideflächen häufig längere Zeit leer stehen, damit das Gras nachwachsen kann.

Mit freundlichen Grüßen
CB

CB
06.09.2021