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Vorschlag

Ereignisse
11.03.2020 Vorschlag eingereicht
11.03.2020 Bearbeitung im Anliegenmanagement
12.03.2020 Anliegen weitergeleitet an die Referentin für Bürgerbeteiligung bei Bauvorhaben
17.04.2020 Anliegen bearbeitet
Termine

Zur Zeit keine Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Neu-Lichtenberg Themenübergreifend

Ein Supermarkt für den Kaskelkiez

marc aurel
11.03.2020
0
2020-1-10

Wo heute ein Neubau ist, war früher ein Supermarkt; der fehlt heute; direkt daneben bei der "alten Schmiede" ist eine geschützte Grünanlage. Dort könnte man sowas bauen. Kaufland ist eine Ecke weg, ebenso Norma an der Hauptstrasse; da ist immer mehr Verkehr, ein Rüberkommen ist immer schwerer.

Umsetzungsbericht

Referentin für Bürgerbeteiligung bei Bauvorhaben (17.04.2020):
 
Am südlichen Ende der Kernhofer Straße wurde zu DDR-Zeiten eine Kaufhalle für die Nahversorgung gebaut. Weil der Typenbau nicht auf das Grundstücke passte, wurde er in die Straßenfläche „vorgezogen“, so dass er aus der historischen Bauflucht ausbrach. Dieser Bau war stets ein „Fremdkörper“ im dortigen städtebaulichen Erhaltungsgebiet. Dennoch blieb er während des gesamten Stadterneuerungsprozesses (1994 – 2008) stehen und wurde zuerst von einem Vollversorger und später von einem Discounter angemietet. Leider hat die ansässige Bevölkerung diese Verkaufseinrichtung immer weniger genutzt, zumal ab 1999 das „Kaufland“ im Victoriacenter entstand.
Nach langem Leerstand wurde das Grundstück durch den „Konsum“ an eine Baugruppe verkauft, die dort ein Wohnungsbauvorhaben realisierte. In diesem Neubau wären im EG gebietsversorgende Läden zulässig. Bedauerlicherweise hat solche niemand errichten wollen. Somit steht das alte Kaufhallengrundstück nicht mehr zur Verfügung.
 
Die Victoriastadt ist mit öffentlichen Grünflächen erheblich untervorsorgt. Durch die Stadterneuerung konnten keine zusätzlichen Grünflächen geschaffen werden. Die bestehenden wurden qualitativ aufgewertet, so auch die Grünflächen nördlich der Türrschmidtstraße. Grünflächen sind keine Baugrundstücke. Sie können auch nicht als Potential für alle bestehenden Defizite herhalten. Die vorhandene Grünfläche an der Nöldnerstraße (mit einem sehr alten Baumbestand) wird jetzt mit einem modularen Ergänzungsbau zur Erweiterung der „Grundschule an der Victoriastadt bebaut“. Bestehende und gewidmete öffentliche Grünflächen sind grundsätzlich nicht bebaubar.
 
Um 1993 war die Erdgeschosszone in der Pfarrstraße voll mit Ladenlokalen, die alle leer standen. Die Stadterneuerung hat die Initiative „Ladenleben“ von der Stadtbildagentur finanziert, die die Aufgabe hatte, die Läden durch Zwischennutzungen zu revitalisieren. Leider ist das gesamte Projekt mangels Kundschaft gescheitert. Die Läden wurden sukzessive in Wohnungen umgebaut, die dort jeweils auch zulässig sind.
Planungsrechtlich wäre ein „Nahkauf“ prinzipiell im Erdgeschoss eines Wohnhauses im Gebiet zulässig. Das wirtschaftliche Risiko trüge dabei der Grundstückseigentümer.
 
Wir haben Verständnis dafür, dass unsere Antwort eventuell nicht vollständig zufriedenstellend ist. Mit der Erläuterung wollten wir aber gern den Hintergrund des schwindenden Nahversorgerangebots darstellen.