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Vorschlag

Ereignisse
06.06.2018 Vorschlag eingereicht
11.06.2018 Vorschlag an Begleitgremium geleitet
14.06.2018 Zuordnung als Fachthema im Fachausschuss
02.07.2018 Vorschlag weitergeleitet an BVV zur Beratung und Beschlussfassung

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Lichtenberg (gesamt) Kultur

Werke der Berliner Bildhauer Fritz Kühn und Achim Kühn im Bezirk Lichtenberg

Fritz Kühn Gese...
06.06.2018
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2018-1-58

Aus vielen Bezirken im Land Berlin wird von einem anhaltenden finanziellen Aufwind berichtet. Das kommt auch den kulturellen Einrichtungen, den Museen und der aktiven Szene zugute. Im April 2018 wurde die Ausstellung einer Foto-Dokumentation über Lichtenberg zwischen 1991 und 1999 eröffnet. Sie ist dem Ausmaß an Vernachlässigung vor und nach der „Wende“ gewidmet.

Der Bezirk Lichtenberg kann sich vieler Kunstwerke im Stadtbild rühmen. Darunter auch Werke aus dem Berliner Atelier, 1937 von Fritz Kühn (1910-1967) gegründet. In der Bezirks-Bildliste von 68 Werken der Kunst im öffentlichen Raum ist das Windspiel von Achim Kühn „Bewegliche Säule“, 1988 (Bild 19) enthalten. Die Abb. belegt, dass das Werk bereits Schädigungen an den unteren beweglichen Armen aufweist. Inzwischen ist der Zustand beklagenswert.

Wir bitten, die Kosten einer Restaurierung des Werkes “Bewegliche Säule“ einzuplanen.

Eine Brunnenstele (Sprühanlage) von 1999 – Bild 65 – wird Achim Kühn zugeordnet. Diese Arbeit stammt nicht von Achim Kühn. Die große Brunnenlandschaft im Mühlengrund von Achim Kühn wird leider nicht aufgeführt. Erhalt und Erneuerung war das langjährige Projekt einer Bürgerinitiative und der großzügigen Bereitstellung erforderlicher Gelder durch das Bezirksamt. Das sollte in der Liste dokumentiert werden. Fritz Kühn erhielt erstmalig 1950 einen Auftrag des Bezirks Lichtenberg: ein Gitter im Theater des Kulturhauses. Es folgten Kunst-Aufträge 1951(Tore, Geländer, Fenstergitter an neuen Wohnbauten). 1952 (Umfriedung, Schrift, zwei Feuerschalen: Friedhof und Gedenkstätte der Sozialisten) sowie (Tore, Geländer, Fenstergitter an neuen Wohnbauten), 1953 (Schriftsatz am Haus des Sports), 1955 (Umfriedung, Ständer für Allee der Papageien: Tierpark), 1959 (Brunnen, Kandelaber: Tierpark), 1961 (Geländer und Gitter: VEB Wälzlagerwerk). Die Feuerschalen im Bereich der Gedenkstätte Friedhof Friedrichsfelde sind ein wichtiger Bestandteil der Würdigung. Sie wurden vor einigen Jahren gestohlen. Fritz Kühn hat nicht nur hier, sondern an sieben Orten des Gedenkens in Berlin, Buchenwald, Coventry, Dachau, Potsdam-Schlänitzsee, Ravensbrück und Sachsenhausen gearbeitet.

Wir bitten, die Kosten für die Wiederherstellung der beiden Feuerschalen und damit die Komplettierung der Gestaltung von Fritz Kühn für die Gedenkstätte einzuplanen.

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Straßen- und Grünflächenamt
 
Information des Fachamtes (14.06.2018):
Die Feuerschalen (aus Kupfer) wurden gestohlen. Die Urheberrechte liegen ausschließlich bei Fritz Kühn Gesellschaft e.V. Die Kostenschätzung zur Wiederherstellung der beiden Feuerschalen beläuft sich auf 22.000,- Euro. Die Mittel sind im Haushalt nicht eingeplant, daher wäre die Umsetzung nur im Rahmen einer Investitionsmaßnahme möglich.
 
Beschlussfestlegung des Begleitgremiums Bürgerhaushalt 14.06.2018: Das Begleitgremium befürwortet das Thema Kunst im öffentlichen Raum und fasst den Beschluss, den Vorschlag als Fachthema an den Ausschuss für Kultur und Bürgerbeteiligung zu überweisen, mit der Bitte im fachlichen Austausch die Frage zu klären, ob die Rekonstruktion erfolgen soll oder nicht (Restaurierung des Werkes "Bewegliche Säule" und Wiederherstellung der beiden Feuerschalen).
 
BVV-Beschluss 30.08.2018:
offen