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Vorschlag

Ereignisse
16.06.2021 Vorschlag eingereicht
17.06.2021 Zur Prüfung weitergeleitet an das Straßen- und Grünflächenamt
06.09.2021 Vorschlag an Begleitgremium geleitet
09.09.2021 Beschluss Begleitgremium: vertagt
Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Alt-Lichtenberg öffentliches Straßenland

Verkehrsberuhigung Gotlindestraße

BS
16.06.2021
2
2021-1-70

Die Gotlindestraße ist der Schul- bzw. Kitaweg für mindestens zwei Grundschulen und zwei Kitas. Darüber hinaus liegt dort der Eingang zum Landschaftspark Herzberge, der sowohl von Radfahrern als auch Fußgängern stark frequentiert wird.
Obwohl es sich hierbei um eine 30-Zone handelt, wird dies selten eingehalten.
Um den Übergang am Parkeingang zum Landschaftspark Herzberge sicherer zu gestalten, wäre ein Zebrastreifen sinnvoll. Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung sind Bodenschwellen notwendig.

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Straßen- und Grünflächenamt
 
Information des Fachamtes
09.09.2021:
Die Verkehrssituation in der Gotlindestraße wurde mehrfach und zu unterschiedlichen Tageszeiten vor Ort betrachtet. Ein starkes Verkehrsaufkommen konnte  nicht festgestellt werden, insbesondere nicht in dem Abschnitt Siegfriedstraße bis Kriemhildstraße.
 
Auf Grundlage der Ortsbesichtigungen und der einzuhaltenden Richtlinien lehnt das Straßen- und Grünflächenamt die Einrichtung eines FGÜ vor dem Zugang zum Landschaftspark Herzberge aus nachfolgenden Gründen ab.
 

  1. Aufgrund der Lage in einer Tempo-30-Zone ist ein FGÜ lt. Richtlinie entbehrlich.
  2. Insgesamt wurde ein geringes Verkehrsaufkommen (Kfz- und Fußverkehr) festgestellt.
  3. Die Gotlindestraße ist in dem Abschnitt insgesamt nur ca. 6 m breit. Aufgrund des versetzten Längsparkens, ist eine deutliche Geschwindigkeitsdämpfung festzustellen, da Gegenverkehr abgewartet werden muss. Durch Radfahrende, die aufgrund der verbleibenden Fahrbahnbreite nicht überholt werden können, wird ebenfalls eine Geschwindigkeitsdämpfung bewirkt.
  4. Vor dem Eingang zum Landschaftspark sind Bordabsenkungen vorhanden, wodurch das Parken an der Stelle untersagt ist. Dadurch bestehen für das Queren an der Stelle gute Sichtverhältnisse.

 
05.08.2021:
Der Einbau von Fahrbahnschwellen ist gefährlich und nicht mehr zeitgemäß.
Eine nachhaltige Reduzierung der zulässigen Fahrzeuggeschwindigkeit auf Schritt-Tempo, etwa zum Überfahren der Schwellen, ist mit dem Einbau von Fahrbahnkissen mit zulässigen Schwellenhöhen von max. 10,0 cm in den genannten Straßen nicht zu erreichen. Da die Schwellen eine lediglich punktuelle in Erscheinung tretende Wirkung erzielen, rufen sie zugleich eine unstetige Fahrweise hervor, die sich in einem zusätzlichen Brems- und Beschleunigungsverhalten bemerkbar machen. Der hierdurch entstehende Feinstaub (Bremswirkung und Abgase) und die Lärmbelästigung (Anfahr-und Abbremsverhalten) ist nachgewiesener Maße festzustellen und für den unmittelbaren Anwohner bemerkbar. Unterdessen werden durch das Überfahren der Schwellen auch Erschütterungen auf die nahe Umgebung der angrenzenden Gebäude wahrgenommen.
 
Besonders kritisch ist die Erschwerung für die Notfalldienste (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr) zu bewerten, deren schnelle Einsätze dadurch beeinträchtig oder gar behindert werden. Im Zuge von Rettungsfahrten können durch die Belastung durch Fahrbahnschwellen notwendige Maßnahmen nicht ausreichend durchgeführt werden. Es kann zu beförderungsbedingten Schädigungen von Patienten kommen. Verletzungen können sogar deutlich verschlimmert werden. Gerade Früh- und Neugeborene können unter anderen Hirnblutungen und Wirbelsäulenschäden erleiden.
 
Des Weiteren wird der Winterdienst und die Straßenreinigung durch Fahrbahnschwellen behindert. Es kommt zum Beispiel zu Beschädigungen der Schiebeschilde. Teilweise werden jedoch auch die Fahrbahnschwellen durch Schiebeschilde beschädigt.
Auch die Entwässerung der Fahrbahn wird durch Fahrbahnschwellen negativ beeinflusst.
 
Der Baulastträger lehnt den Einbau von Fahrbahnschwellen, auf Grund der oben dargestellten Gründe, ab. Siehe hierzu auch DS-2116-VIII "Verkehrsberuhigung in Anwohnerstraßen".
 
Beschlussfestlegung des Begleitgremiums Bürgerhaushalt (09.09.2021):
Vertagung auf die nächste Sitzung am 02.12.2021 (Termin unter Vorbehalt!)
verbunden mit der Bitte an das Straßen- und Grünflächenamt zur Durchführung eines Ortstermins mit der Einreicherin (Terminkoordination erfolgt über die Gebiets-/Stadtteilkoordination)

 
Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,
in Ihrer Information wird nun sehr ausführlich erklärt, dass jene Fahrbahnschwellen weitere Probleme mit sich bringen, auf den Wunsch eines Zebrastreifens ( welcher ja der primäre war) wird nicht eingegangen. Kann man somit erwarten, dass dies noch in Prüfung ist?

Nick Meißner
16.08.2021

Sehr geehrter Herr Meißner,
korrekt, die Prüfung zum Zebrastreifen dauert noch an. Hierzu wird es voraussichtlich nächste Woche (34. KW) eine Rückmeldung aus dem Straßen- und Grünflächenamt geben, die Information wird dann selbstverständlich online veröffentlicht.
Freundlichen Grüße von der Online-Moderation

Moderation ll
17.08.2021