Vorschlag einreichen Vorschläge ansehen
Anmelden

Benutzeranmeldung

Vorschlag

Ereignisse
07.10.2020 Vorschlag eingereicht
30.10.2020 Bearbeitung als Empfehlung an Dritte
30.10.2020 Vorschlag weitergeleitet an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
08.01.2021 Vorschlag abgelehnt von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Termine

Zur Zeit keine Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Karlshorst öffentliches Straßenland

Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer auf der Waldowallee

jrichter
07.10.2020
0
2020-1-73

Ich fahre täglich die Waldowallee mit dem Fahrrad entlang. Auf der Straßenseite Richtung Treskowallee halten und parken keine Autos, auf der anderen Seite ist Parken teilweise gestattet. Entsprechend hat man auf der Seite Richtung Treskowallee eigentlich Vorrang. Das funktioniert prinzipiell gut, solange man kein Fahrradfahrer ist. Meine Erfahrung seit 4 Monaten ist, dass praktisch der Vorrang absichtlich genommen wird, solange kein Fahrzeug hinter den Fahrradfahrern ist. Dabei kommt es oft zu sehr gefährlichen Begegnungen mit entgegenkommenden Autos und LKWs.

Ein Hinweis vom 05.08.2020 an das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin brachte keine Änderung. Auch Polizei habe ich in dieser Zeit nie gesehen.

Ich bitte daher, dass in diesem Bereich die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
 
Information des Straßen- und Grünflächenamtes (30.10.2020):
Die Zuständigkeit liegt bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Vorschlag wurde an diese mit der Bitte um Prüfung und Stellungnahme weitergeleitet.
 
Stellungnahme der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (08.01.2021):
Die hier beschriebene Situation ist ausschließlich auf die Missachtung der Vorschriften der StVO zurückzuführen.
 
Bei der von Ihnen beschriebene Verkehrssituation fahren die Verkehrsteilnehmenden aneinander in entgegengesetzter Fahrtrichtung vorbei. Für diesen Verkehrsvorgang ist kein Seitenabstand vorgesehen.
Es ist richtig, dass derjenige Verkehrsteilnehmende, auf dessen Fahrstreifen sich ein Hindernis befindet, den Gegenverkehr passieren lassen muss, wenn nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht.
An dieser Stelle möchte ich auf die wichtigste Grundregel der StVO hinweisen, weil m.E. regelwidrige Verhaltensweisen vermeidbar wären, wenn alle Verkehrsteilnehmenden diese Grundregel beachten und beherzigen würden.
 
Denn der §1 der StVO gibt Folgendes vor:
Absatz 1:
Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
 
Und Absatz 2 konkretisiert:
Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird.
 
Anmerken möchte ich hier, dass sich diese Grundregeln gleichermaßen an alle Verkehrsteilnehmenden richtet, also an Kraftfahrzeugführende, Radfahrende und zu Fuß Gehende.
 
Nur beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von Radfahrenden in gleicher Fahrtrichtung beträgt der Seitenabstand innerorts in der StVO neu festgeschrieben mind. 1,50 m.  
 
Das nur einseitige Halteverbot in der Waldowallee dient u.a. der Verlangsamung des Fließverkehrs und trägt somit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde in der Waldowallee auf 30 km/h beschränkt.
 
Weitere straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen sind daher nicht erforderlich, im Gegenteil würde ein Ausdehnen des Haltverbotes auch auf der gegenüberliegenden Seite zu höheren Fahrgeschwindigkeiten führen, was noch höhere Gefährdungen nach sich ziehen würde.