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Vorschlag

Ereignisse
28.11.2018 Vorschlag eingereicht
20.12.2018 Vorschlag an Begleitgremium geleitet
10.01.2019 Beschluss Begleitgremium: Umsetzung
06.02.2019 Vorschlag weitergeleitet an BVV zur Beratung und Beschlussfassung
21.02.2019 Vorschlag befürwortet gem. BVV Beschluss DS/1143/VIII vom 21.02.2019
01.03.2019 Vorschlag zur Umsetzung übergeben an die zuständigen Fachämter im Bezirksamt
Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Lichtenberg (gesamt) Kinder & Jugend

Schülerhaushalt im Bezirkshaushalt integrieren

Alexander Kusinski
28.11.2018
0
2018-1-102

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums und haben dieses Jahr zum ersten Mal an dem Projekt Schülerhaushalt teilgenommen.
Dabei entscheiden alle Schüler der Schule, wie sie die Schule mit einem Budget von 3000€ aufwerten können. Dieses Jahr stimmten die Schüler für Uhren in allen Klassenräumen, Ausstattung für den Freizeitraum (z.B. Tischkicker, Tischtennisplatte) und neue Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof.
Wir möchten, dass in Zukunft alle interessierten Schulen in Lichtenberg die tolle Möglichkeit bekommen, über den Bezirkshaushalt uns Schülern eine bestimmte Summe zur Selbstverwaltung bereitzustellen. Wir würden uns freuen, wenn der Bezirk uns dabei unterstützt, für unser Leben an der Schule Verantwortung übernehmen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Ha Thu und Tim (Schulsprecher des Immanuel-Kant-Gymnasiums)

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Ämterübergreifend
 
Pressemitteilung
Donnerstag, 11. April 2019
 
Eigenes Haushaltsbudget für Schülerinnen und Schüler
 
Mit der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 9. April, ist das zweite Jahr in Folge der sogenannte „Schüler*innenHaushalt“ im Bezirk Lichtenberg gestartet.
Es ist ein Projekt, das ganz praktisch an Mitbestimmung heranführt: Den Schülerinnen und Schülern wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Bezirksamt Lichtenberg ein festes Budget von 1.500 Euro pro Schule zur Verfügung gestellt, über dessen Verwendung sie in einem demokratischen Prozess entscheiden können.
Die pädagogische Begleitung des Projekts an den Lichtenberger Schulen übernimmt, wie auch 2018, die Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.
Die Zahl der teilnehmenden Schulen in Lichtenberg hat sich verdoppelt, denn 2019 sind nun sechs Schulen dabei. Neben der Robinson-Grundschule, dem Barnim-Gymnasium und dem Immanuel-Kant-Gymnasium, die bereits 2018 gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht haben, sind in diesem Jahr die Grundschule am Roederplatz, die Bernhard-Grzimek-Schule und die Schule am Breiten Luch ebenso Teil des Demokratie-Projekts.
Jugendbezirksstadträtin Katrin Framke (parteilos für Die Linke) sagt: „Die jungen Menschen werden als Expertinnen und Experten ihres Sozialraumes verstanden und ihnen wird Platz für ihre eigenen Ideen gegeben. Sie erfahren Wertschätzung und werden als zentrale Ansprechpersonen in der Schule wahrgenommen. Dank gebührt neben den engagierten Schülerinnen und Schülern auch den Lehrkräften, die das Projekt durch ihre Arbeit auch in diesem Jahr an den Schulen möglich machen.“
 
Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Schule und Sport, ergänzt: „Die Eigenverantwortung von Schülerinnen und Schülern wird in diesem Projekt gestärkt, weil sie mithilfe eines eigenen Haushaltsbudgets ihr Lernumfeld aktiv mitgestalten können. Jugendliche haben oft eine andere Perspektive und so kam es in bisherigen Ideensammlungen zu ganz interessanten Vorschlägen, die in der Priorität von Erwachsenen bislang keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Wir wollen als Bezirksamt gemeinsam eine Finanzierung finden, um künftig noch weiteren Schulen eine Teilnahme an diesem Projekt zu ermöglichen.“
 
Weitere Informationen:
Manuela Elsaßer
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Abt. Familie, Jugend, Gesundheit und Bürgerdienste
Koordinatorin für Kinder -und Jugendbeteiligung
Telefon: 90 296 -6303
E-Mail: manuela.elsasser@lichtenberg.berlin.de
 
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadträtin der Abteilung Familie, Jugend, Gesundheit und Bürgerdienste
Katrin Framke
Telefon: 90 296 -4000
E-Mail: Katrin.Framke@lichtenberg.berlin.de
 
 
Stellungnahme der Abteilung Familie, Jugend, Gesundheit und Bürgerdienste/ Koordinatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung - Befürwortung (10.01.2019):
Die Förderung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist von zentraler Bedeutung für den Bestand und die Weiterentwicklung unserer Demokratie. Die Möglichkeit echter Beteiligung ist eine der Grundlagen, aus denen eine stabile Motivation zum Engagement für das Gemeinwohl entsteht. Mit dem Projekt wird eine wirksame Form der Beteiligung in einem Kontext geboten, der mehr Beteiligung braucht (Schule), wodurch frühes, praktisch folgenreiches Erlernen von Demokratie ermöglicht wird, sowie Elemente von Selbstbestimmung, Teilhabe und Kooperation in einem Partizipationsprozess erlernt werden.
Die Schüler*innen lernen durch den Schüler*innenHaushalt Verantwortung für ihre Schule zu übernehmen, sie schülergerecht zu gestalten und eine breite Palette von praktischen Mitwirkungsmöglichkeiten zu erproben. Mit dem Projekt Schüler*innenHaushalt werden Schüler*innen die Möglichkeit geboten, einen für sie höchst relevanten Lebensraum, die Schule, mitzugestalten und ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen einzubringen. Schüler*innen werden als Expert*innen dieses Sozialraumes verstanden und ihnen wird Platz für ihre eigenen Ideen gegeben. Sie erfahren Wertschätzung und werden als zentrale Akteur*innen in der Schule wahrgenommen.
 
Im Bezirk Lichtenberg haben im Schuljahr 2018/2019 die Robinson-Grundschule, das Barnim-Gymnasium und das Immanuel-Kant-Gymnasium an dem Projekt teilgenommen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass durch den Prozess sowohl Schüler*innen, als auch die beteiligten Lehrer*innen viel lernen konnten. Die Wünsche der Schüler*innen zur Nutzung der finanziellen Mittel waren für die Erwachsenen oftmals überraschend. Erstes Feedback der Schulen ergab, dass für die Zukunft in Erwägung gezogen wird, Schüler*innen auch am ‚regulären‘ Schulhaushalt zu beteiligen.
 
Mit der Methodik sollen Beteiligungshorizonte erweitert werden:
• alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen zu erreichen – nicht nur die besser situierten und bereits engagierten,
• echte Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in relevanten Bereichen zu geben,
• langfristiges Erlernen von Engagement und Demokratie sowie Verständnis für politische und verwaltungstechnische Abläufe zu gewährleisten,
• Transparenz und Rechenschaft über die Wirkung der Beteiligung zu sichern,
• einen kontinuierlichen Austausch zwischen Jugendlichen, Verwaltung und Politik zu ermöglichen,
• der Situation von Schulen und von Verantwortungsträger*innen für den Bereich Schule in kommunalen Räten und Verwaltungen sowie auf Landesebene Rechnung zu tragen –insbesondere vor dem Hintergrund von Haushaltskonsolidierung und der Vielzahl von Anforderungen an schulisches Handeln.
 
Der Schüler*innenhaushalt ist ein Beteiligungsverfahren zur Demokratieentwicklung und Förderung, bei dem Schüler*innen in einem demokratischen Prozess über den Einsatz eines festgelegen Budgets mitentscheiden. Er gibt den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, echte Mitgestaltung und Mitbestimmung zu erfahren und das direkte Umfeld – in dem Fall, die Schule, demokratisch und aktiv zu gestalten.
Deshalb befürworten wir diese Methode der Kinder- und Jugendbeteiligung ausdrücklich.
 
Beschlussempfehlung des Begleitgremiums Bürgerhaushalt (10.01.2019):
Umsetzung mit Empfehlung an die BVV, den Vorschlag in die Haushaltsberatungen für 2020/21 mitaufzunehmen.
 
Hinweis der Geschäftsstelle Bürgerhaushalt (10.01.2019):
Das Thema befindet sich im Geschäftsgang der BVV, siehe Drucksache 1009/VIII "Schüler*innenhaushalte an Lichtenberger Schulen"
 
BVV-Beschluss 21.02.2019 (DS/1143/VIII):
Für die in der Anlage 1 enthaltenen Vorschläge zum Bürgerhaushalt erhält die Bezirksverwaltung den Auftrag, die Umsetzung aus dem beschlossenen Haushaltsplan zu ermöglichen bzw. in die Haushaltsplanung 2020/21 aufzunehmen (Vorschlag 2018-1-102).