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13.10.2019 Vorschlag eingereicht
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Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Karlshorst öffentliches Straßenland

Digedags-Platz an der Waldowallee

Jens Wilczek
13.10.2019
5
2019-1-58

IST-ZUSTAND:
In Karlshorst lebte und arbeitete viele Jahrzehnte eine Persönlichkeit von bundesweiter Berühmtheit, der jedoch leider hier im Kiez kaum Beachtung geschenkt wird. Es handelt sich um den Grafiker Hannes Hegen (Johannes Eduard Hegenbarth 1925-2014) , der in der Waldowallee 15 wohnte und hier auch sein Atelier hatte.
Von 1965 bis 1975 war Hegen Zeichner und Autor der in der DDR sehr begehrten Comikzeitschrift "Mosaik" und somit Schöpfer der beliebten Kobolde "Digedags". In Zeiten geschlossener DDR-Grenzen ermöglichte Hegen vielen Kindern und Jugendlichen mit seinen unpolitischen Comicgeschichten phantasievolle Reisen durch die ganze Welt in den letzten Jahrhunderten. Im Jahre 2010 wurde Hegen für sein Lebenswerk "Digedags" mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

ZIEL:
Das Hegen´s Lebenswerk "Digedags" soll als deutsches Kulturgut direkt an seinem Entstehungsort in Karlshorst gewürdigt werden. Ein repräsentativer Ort in der Nähe der Waldowallee 15 soll offiziell als "Digedags-Platz" benannt werden.

NUTZEN:
Der Ortsteil Karlshorst hat mit diesem repräsentativen "Digedags-Platz" eine weitere Sehenswürdigkeit, auf die seine Bewohner stolz und seine Besucher gespannt sind.
Dieser Platz lädt mit seiner Bank zum Verweilen ein und wird zum realen Treffpunkt für Fans von Kobolden, Comicfiguren und Halloween.

LÖSUNG:
Ca 30 Meter gegenüber von Hegen`s ehemaliger Wohn- und Atelieradresse gibt es einen bis heute unbenannten Platz an der Mündung von Waldowallee und Köpenicker Allee. Die Spitze dieser Mündung hat eine gepflegte Rasenfläche mit altem Baumbestand.
Dieser Platz soll den Namen "Digedags-Platz" erhalten, sh Skizze/Fotomontage.
Kosten/Aufwand für diese Benennung wird <1000 €uro geschätzt, da es sich bei der Benennung um einen Verwaltungsakt handelt sowie Platz-Schilder, Bank und weitere Gestaltungselemente gestiftet werden könnten.
Realisierungsdatum soll die 125-Jahrfeier von Karlshorst im Jahre 2020 sein.

Umsetzungsbericht

Gedenktafel für Hannes Hegen: Der Vater der Digedags
Pressemitteilung vom 25.10.2019
 
Am Freitag, 8. November 2019, um 11 Uhr findet die feierliche Übergabe der Gedenktafel für Hannes Hegen vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Waldowallee 15, in 10318 Berlin-Karlshorst statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Der Grafiker Johannes Hegenbarth (16.5.1925 – 8.11.2014) veröffentlichte unter dem Namen Hannes Hegen mit dem „Mosaik“ eine der erfolgreichsten Comic-Zeitschriften Deutschlands. In Monatsauflagen von bis zu 66.000 Exemplaren entführten seine Helden Dig, Dag und Digedag die zum großen Teil jungen Leserinnen und Leser phantasievoll durch die Jahrhunderte der Weltgeschichte sowie in die Zukunft.
Bis 1975 war der in Wien und Leipzig ausgebildete Grafiker federführend beim Entwerfen und Herstellen der erst im Verlag Neues Leben, ab 1960 im Verlag Junge Welt editierten Bildergeschichten. Auf Differenzen zwischen Autor und Verlag 1974 folgte das Ende dieser ersten Serie von 223 Monatsheften. Letzte Ausgaben erschienen im Frühjahr 1975. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten seine ehemaligen künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits an einer Zeitschrift gleichen Namens, die seit 1975 noch heute monatlich erscheint. Hannes Hegen begann 1975 damit seine Abenteuerserien in Buchform zu editieren. Sowohl seine Hefte, als auch seine Bücher sind ungebrochen beliebt.
Sein Wohnhaus in der Karlshorster Waldowallee 15 diente ihm bis kurz vor seinem Tode weiterhin als Atelier. Die Gedenktafel wird am 5.Todestag des Künstlers feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
 
Hintergrund: Hannes Hegen, mit bürgerlichem Namen Johannes Eduard Hegenbarth, wurde am 16.Mai 1925 in Böhmisch Kamnitz, Tschechoslowakei, geboren. Nach seiner künstlerischen Ausbildung an der Hochschule für grafische Kunst in Wien und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig arbeitete er als Zeichner u.a. für die Satirezeitschrift „Eulenspiegel“. Mit seiner Idee, eine populäre Kinderzeitschrift zu entwerfen, entwickelte er eine der auflagenstärksten Zeitschriften der DDR. Das „Mosaik“ erschien seit Dezember 1955 vierteljährlich, ab 1957 monatlich und war mit jeder Ausgabe ausverkauft. Die Hefte entstanden in Gemeinschaftsarbeit und waren vergleichbar mit den in dieser Zeit in Westeuropa verlegten Comics, von denen „Tim und Struppi“ von Hergé der bekannteste ist. Das „Mosaik“ hatte eine Ausnahmestellung: ohne die für DDR-Publikationen üblichen politischen Bezüge führten die Digedags ihre Leserschaft von der Frühzeit bis in die Zukunft. Johannes Hegenbarth war mit der Kostümbildnerin Edith Hegenbarth geb. Szafranski (19.Januar 1924 – 7. Mai 2008) verheiratet. Auch sie arbeitet für das „Mosaik“ und schuf zahlreiche Nebenfiguren. Beide sind auf dem evangelischen Friedhof Karlshorst beigesetzt.
 
Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Museum Lichtenberg im Stadthaus
Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin
Dr. Thomas Thiele
Telefon: (030)-5779 7388-11/12 | E-Mail | Internet
 

 
Kommentare

hinter dem Rasen ist ein asfaltierter Parkplatz, den sollte man miteinbeziehen u. die Gesamtfläche "Hannes-Hegen-Platz" nennen; darunter könnte stehen "Berliner Zeichner- Schöpfer der digedags".
"bundesweite Berühmtheit" steht im Widerspruch zur Anmoderation des tagesthemen Berichtes. tempora mutantur, jüngere Einwohner in Karlshorst können mit Mosaik nicht viel anfangen.

marc aurel
01.11.2019

Hannes-Hegen-Platz erscheint tatsächlich als besserer und zweckdienlicher Vorschlag. Vielen Dank. Auf sein Werk könnte vor Ort bei der zukünftigen Gestaltung des Platzes in geeigneter Weise noch verwiesen werden.

Jens Wilczek
01.11.2019

Wie der oben beigefügten Pressemitteilung zu entnehmen ist, wird am 08.11.2019 in der Waldowallee 15 eine Gedenktafel eingeweiht. Der Ausschuss für Kultur und Bürgerbeteiligung empfahl dies der Bezirksverordnetenversammlung und sie stimmte dem am 24.10.2019 zu.

Moderation sg
01.11.2019

Wie auch immer, mit einem Namen sollte man es schon würdigen. Mir gefiele Digedag-Platz allerdings besser. Wer sie kennt, hat sofort Erinnerungen. Für Menschen, denen das "Mosaik" unbekannt ist, regt es zum forschen an.

Volker Liebscher
03.11.2019

der Pressebericht tituliert "Tim u. Struppi" von Herge als das "bekannteste Comic" in Westeuropa; ich las immer "Asterix u. Obelix" von Uderzo/Goscini;
es passte besser zum Latein/Geschichtsunterricht.

marc aurel
04.11.2019