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Vorschlag

Ereignisse
11.05.2020 Vorschlag eingereicht
07.09.2020 Vorschlag an Begleitgremium geleitet
10.09.2020 Beschluss Begleitgremium: vertagt
Termine

Die Vorschlagsdetailseite zeigt den Inhalt und Lebenslauf eines Vorschlages. Hier kann man nachvollziehen

  • wann und vom wem er eingereicht wurde
  • wer ihn wie kommentiert hat
  • welche Beschlusslage er erhalten hat
  • welche Termine ihn betreffen
  • wie er umgesetzt wurde.

Karlshorst öffentliches Straßenland

Ausbau Fahrradwege / Fahrradstrassen Karlshorst

Pepe
11.05.2020
3
2020-1-29

In Berlin Karlshorst ist der Radverkehr nur unzureichend in der Verkehrsplanung berücksichtigt. Sowohl die Anbindung für Schüler aus dem Einzugsgebiet der Karlshorster-Grundschule, der Kreativ-Grundschule und des Coppi-Gymnasiums als auch die Anbindung für Radpendler in und aus Richtung der Innenstadt ist stark verbesserungswürdig. Mit dem Ausbau der Parkstadt und der Errichtung einer weiteren Schule wird sich dieser Bedarf sicherlich noch deutlich erhöhen. Des Weiteren ist mit dem fragwürdigen Entfall des Regionalbahnhaltepunktes Karlshorst und dem resultierenden Rückbau des ÖPNVs in Lichtenberg eine schnelle fahrradtaugliche Anbindung an den Bhf. Ostkreuz als Ausgleich für Pendler dringend notwendig, um eine umweltbewusste Alternative zum KFZ zu anzubieten. Durch die City-nahe Lage von Karlshorst können viele Fahrten auch Richtung Innenstadt leicht mit dem Fahrrad erledigt werden.
Daher möchte ich vorschlagen das Radwegenetz wie folgt auszubauen:
1. Anschluss der südlichen Abfahrt Blockdammbrücke zur Wandlitzstrasse durch Schaffung einer Verbindung zw. Trautenauer Strasse und Schmiedeberger Weg für Fußgänger (barrierefrei) und Radfahrer neben bzw. über das Gelände des Umspannwerkes Trautenauer Strasse
2. Ausbau und Sanierung der Wandlitzstrasse zur Fahrradstrasse – als Alternativer Radfahrweg zur Umfahrung der Ehrlichstrasse
3. Ausbau und Sanierung der Wallensteinstrasse als Fahrradstrasse bzw. Bau von geeigneten Radwegen/Radschutzstreifen zur Anbindung an den Radweg TR4 in Richtung Berlin Innenstadt
4. Markierung von Radschutzstreifen auf der Dönhoffstrasse oder Umwandlung zur Fahrradstrasse
5. Ausbau und Sanierung der südlichen Trautenauer Strasse, des Hönower Wiesenweges, Verbindung über Liepnitzstrasse zur Oskarstrasse als Fahrradstrasse bzw. Bau von Radwegen/Radschutzstreifen zur Anbindung an den Radweg D3 (dieser Bereich ist für den KFZ-Durchfahrtsverkehr eigentlich gesperrt - auch wenn die Realität leider anders aussieht.)

Ich möchte Sie bitte alle Punkte einzeln zu bewerten und ggf. auch einzelne Maßnahmen umzusetzen. Der Ausbau von Fahrradwegen und ÖPNV als auch die Vernetzung von beidem sollte von den aktuellen Debatten zum Individualverkehr und Klimaschutz oberste Priorität haben und entsprechend gefördert werden.

Im Anhang sind die vorgeschlagenen Fahrradwege/Fahrradstrassen blau markiert.

Umsetzungsbericht

Zuständigkeit: Straßen- und Grünflächenamt
 
Information des Fachamtes (02.09.2020):
1.) Aufgrund der Flächenverfügbarkeit (Grundstück Vattenfall) und der Geländemodellierung  ist hier eine Anbindung von der Blockdammwegbrücke zur Wandlitzstraße nicht möglich. Eine Anbindung an die Wandlitzstraße am Ende des Blockdammwegs ist dagegen vorhanden.
 
2.-4.) Grundsätzlich können Fahrradstraßen gemäß § 45 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 9 Satz 1 StVO aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs und gemäß § 45 Abs. 1b Nr. 5 StVO zur Umsetzung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung angeordnet werden.
Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr ist auf Fahrradstraßen grundsätzlich nicht zugelassen. Durch entsprechende Zusatzzeichen (zum Beispiel „Anlieger frei“) können andere Fahrzeugarten zugelassen werden, welche dann (ausnahmsweise) die Fahrradstraße benutzen dürfen. Diese Fahrzeuge dürfen den Radverkehr weder gefährden noch behindern.
Die Zulassung von anderen Fahrzeugverkehren konterkariert im wesentlichem die Intension einer Fahrradstraße und lässt sich repressiv nicht kontrollieren. Da die aufgeführten Straßen der Punkte 2-4 trotz der Einordnung zum untergeordneten Straßennetz eine erhebliche Bedeutung für den Ortsteil Karlshorst haben, erscheint eine Teilentziehung öffentlichen Straßenlandes wenig opportun.
Darüber hinaus ist zukünftig für die örtliche Straßenverbindung Ehrlichstraße eine Einrichtung mit einer Radverkehrsanlage seitens der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) geplant.
Vor der Anordnung einer Fahrradstraße sollen unter anderem die Bedürfnisse des (vorhandenen) Kraftfahrzeugverkehrs geprüft und innerhalb der gewählten Verkehrsmaßnahmen berücksichtigt werden (zum Beispiel Ausweisung/Regelung alternativer Verkehrsführungen). Nach der Verwaltungsvorschrift zur StraßenverkehrsOrdnung (VwVStVO) zu § 41 StVO zu Zeichen 244.1/.2 kommen Fahrradstraßen dann in Betracht, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. Eine nähere Konkretisierung, wann der Radverkehr als die vorherrschende Verkehrsart eingestuft werden kann, erfolgt in der VwV-StVO nicht.
Nach objektiver Betrachtung ist zu den Straßen der Punkte 2-4 die vorherrschende Verkehrsart des Fahrrades nicht gegeben und ist auch zukünftig nicht zu erwarten.
 
4.) Für die Markierung von Fahrradstreifen in der Dönhoffstraße (unter Entfall sämtlicher Stellplätze am Fahrbahnrand) ist die Gesamt-Fahrbahnbreite von ca. 9,00 m nicht ausreichend. Entsprechend Regelplan 310 der (damaligen )Verkehrslenkung Berlin müsste eine Fahrbahnbreite von 11,00 m erreicht werden (2x 2,25 m Radfahrstreifen + 2 x 3,25 m Kfz/ Bus).
 
5.) Für die Umsetzung der Sanierung der südlichen Trautenauer Straße / des Hönower Wiesenwegs und der Liepnitzstraße und Umwidmung zur Fahrradstraße fehlen zum einen die notwendigen Mittel und zum anderen die personellen Kapazitäten im SGA. Gerne können wir diesen Vorschlag in die Steuerungsrunde zum Radverkehr mit aufnehmen. Zur Markierung von Radfahrstreifen sind die Fahrbahnbreiten (siehe Punkt 4) nicht ausreichend.
 
Beschlussfestlegung des Begleitgremiums Bürgerhaushalt (10.09.2020):
Vertagung auf die nächste Sitzung am 26.11.2020
Behandlung des Vorschlages im FahrRat am 28.10.2020

 
Kommentare

Die komplette Asphaltierung der Wallensteinstraße ist wichtig. Richtung Westen ist für Radfahrer eine Zumutung. Wenn zudem die Parkplätze auf Höhe der Kleingärten wegfallen, würde eine geeignete Fahrradroute entstehen.
Eine Fahrradstraße kann es aufgrund der Buslinie eher nicht werden.

mab
26.05.2020

Ich stimme mab vollständig zu und unterstütze den Vorschlag von Pepe. Die aktuelle Situation in der Wallensteinstraße ist umzumutbar, hinzu kommt dichter Autoverkehr, die diese Verbindung als scheinbare Abkürzung nutzen und Schwierigkeiten haben, die entsprechenden Abstände zu Radfahrern einzuhalten. Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Es wäre eine ideale Radroute, die entstehen würde..

Thorge
03.06.2020

Die Buslinie wurde Richtung Osten zeitweise auch schon über Walkürenstraße und Marksburgstraße umgeleitet, was für die Anwohner eigentlich die bessere Erschließung des Wohngebiets ist. Allerdings könnte es dann auf dieser Strecke kaum noch Parkplätze auf der Straße geben. Diese Frage müsste nach politischen Prioritäten entschieden werden. Jedenfalls könnte so auch über Wallensteinstraße und Dönhoffstraße eine richtige Fahrradstraße angelegt werden.

mab
11.06.2020